Auf zum Klinikpraktikum!

Heute habhospital-908436_960_720en wir für euch ein paar Impressionen aus unserem zweiten Klinikpraktikum. Für dieses waren wir im OP und der Anästhesie der Hochtaunuskliniken in Bad Homburg und Usingen.

Zuerst wurden wir einmal komplett in die generellen Abläufe im OP eingewiesen und lernten alle wichtigen Dinge kennen:
Jeweils vor jeder Operation wird ein Gespräch seitens des operierenden Arztes sowie ein Gespräch mit Anästhesisten (dieser sorgt dafür, dass die Patienten während der OP schlafen und von dem Eingriff nichts mitbekommen) durchgeführt. Diese beiden Gespräche werden, sofern kein Notfalleingriff etwas anderes erfordert, mindestens 24 h vor der OP durchgeführt, so dass der Patient nochmal eine Nacht darüber schlafen kann.

Vorbereitung zur OP.
Am Tag der Operation wird der Patient dann für diese auch vorbereitet. Er erhält von der Klinik spezielle Kleidung, die während der OP getragen werden muss: ein Flügelhemdchen, eine Netzunterhose und Kompressionsstrümpfe. So eingekleidet wird er in den Vorbereitungsbereich vor dem OP verbracht. Hier werden nochmals alle Daten überprüft, um Verwechslungen zu vermeiden. Anschließend erhält der Patient einen venösen Zugang, über den Infusionen und Medikamente verabreicht werden können. Auch die Narkose erfolgt über diesen Zugang.

Wenn der Patient vollständig für die Operation vorbereitet ist wird er über eine Schleuse in den „reinen“ OP Bereich verbracht. Auf dem OP Tisch liegend, geht es dann in die sogenannte Einleitung. Diese ist ein Raum vor dem eigentlichen Saal, in dem operiert wird. Hier sind dann ein Anästhesiepfleger und der Anästhesist (derjenige der den Patienten schlafen legt) präsent. Beide befragen den Patienten nochmals zu seinen Personalien und der geplanten Operation.

Die Operation.
practice-66793_960_720Im Anschluss erfolgt die Narkoseeinleitung. Hierfür erhält der Patient in allgemeinen Medikamente gegen Schmerzen, zum Schlafen und ein Medikament das die Muskulatur erschlaffen lässt. Dies ist notwendig, damit der Tubus (dies ist ein Schlauch aus Kunststoff, welcher in die Luftröhre eingeführt wird und über den die Beatmung während der Narkose abläuft) eingeführt werden kann.
Sobald der Patient dann intubiert ist (so nennt man das wenn der Kunststoffschlauch in der Luftröhre sitzt) wird dieser in den Operationssaal gefahren. Dort wartet das Operationsteam (Arzt, Operationstechnischer Assistent (OTA) und ein Springer) auf den Patienten. Die zu operierende Stelle wird desinfiziert und der Bereich rund um den Eingriff wird steril abgedeckt. Anschließend erfolgt dann die eigentliche Operation. Durch den OTA werden dem Arzt die benötigten Instrumente angereicht, die von Messern über Klemmen bis zu Nadelhaltern und Spreizern reichen. Der zum OP Team gehörende Springer sorgt dafür, dass zusätzlich benötigte Materialien bis an den OP Tisch kommen, wo sie dann durch den OTA empfangen werden können.
Sobald der Patient fertig operiert ist und alle Schnitte zugenäht wurden beginnt wieder die „Arbeit“ für den Anästhesisten. Dieser sorgt dafür, dass der Patient wieder aus seiner Narkose aufwacht. Der Patient ist selbstverständlich während des gesamten Eingriffes vom Anästhesisten überwacht.

Es waren zwei sehr spannende und interessante Wochen, in denen wir sehr viel Neues kennen lernen durften.
facebook_logo