Unser „ehemaliger“ Azubi erzählt von den Stationen seiner Ausbildung!

David Effertz gemeinsamit mit Kreisgeschäftsführer Manuel Gonzalez
David Effertz gemeinsamit mit Kreisgeschäftsführer Manuel Gonzalez.

Anfang des Jahres beendete David Effertz seine zweijährige Ausbildung zum Kaufmann im Gesundheitswesen. Als „Tüpfelchen auf dem I“ erhielt er nach seinem Abschluss von der IHK Frankfurt die Anerkennung für hervorragende Leistungen und wurde von der Landeskammer Hessen als Landesbester ausgezeichnet. Dazu gratulieren wir natürlich auch noch einmal herzlich!
Über seine Erfahrungen und Erlebnisse der letzten Jahre berichtet David:

Wie bist du damals auf die Ausbildung beim DRK-Kreisverband Hochtaunus aufmerksam geworden?
Ich habe im Menüservice im Nebenjob zu meinem Studium gearbeitet, wodurch sich dann die Gelegenheit ergeben hat die Ausbildung zu beginnen. Ich kannte also schon den Betrieb und hatte einen Einblick in die Arbeit des DRK.

Wie läuft eine „normale“ Arbeitswoche als Auszubildender ab?
Man hat in der Regel zweimal in der Woche Berufsschule und die anderen Tage verbringt man im Betrieb in einer Abteilung. Je nach Abteilung fallen unterschiedliche Aufgaben an. Beispielsweise in der Buchhaltung oder in der Rettungsdienstabrechnung geht es vor allem darum sehr strukturiert und organisiert zu arbeiten, um eine große Menge an Fällen zu bewältigen. Die Arbeit im ServiceCenter beispielsweise ist dagegen extrem von den eingehenden Anrufen und Kundenwünschen und den daraus resultierenden Aufgaben abhängig. Hier ist vor allem kundenorientiertes Handeln und Denken wichtig.

Was zeichnet deiner Meinung nach die Ausbildung aus?
Einerseits die Größe des Betriebes. Es ist keine Firma wie z. B. eine Krankenkasse, bei der mehrere hundert Mitarbeiter in großen Abteilungen angestellt sind und man relativ anonym die verschiedenen Abteilungen durchläuft. Es ist allerdings auch kein kleiner Betrieb, wie z. B. ein Sanitätshaus, bei dem logischerweise die Anzahl der Abteilungen sehr beschränkt ist. Beim Roten Kreuz hat man dagegen eine gute Mischung aus verschiedenen, für die Ausbildung relevanten Abteilungen, wie der Buchhaltung, Personalabteilung, ServiceCenter (Marketing und Vertrieb) oder dem Pflegedienst. Die Abteilungen bestehen aus maximal vier Personen, wodurch man einen sehr engen Kontakt zu den jeweiligen Mitarbeitern hat und dadurch auch gut unterstützt werden kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass dadurch der bzw. die Auszubildende sehr schnell eingebunden wird und Eigenverantwortung für bestimmte Aufgaben erhält.

An welche besonderen Ereignisse während deiner Ausbildung erinnerst du dich gerne zurück?
Als prägendstes Ereignis habe ich die erste „Nacht der Ausbildung“ im Kopf. Zum einen sah man dort den Kreisverband in einem ganz anderen Licht (im wahrsten Sinne des Wortes) und zum anderen hat man dort mit nahezu allen Abteilungen zusammenarbeiten können, um ein schönes Event zu ermöglichen. Ich habe dort erst richtig bemerkt, wie „jung“ der Kreisverband ist.

Gab es auch mal Schwierigkeiten oder Hürden, die du überwinden musstest?
Es gab Abteilungen, bei denen ich gemerkt habe, dass es nicht das ist, was mich auf Dauer zufriedenstellen würde. In dieser Zeit war die Ausbildung sehr anstrengend und es hat auch weniger Spaß und Sinn gemacht. Im Nachgang sehe ich es allerdings so, dass es eine gute Erkenntnis ist zu wissen, was man nicht kann oder nicht tun möchte. In der Verbindung, dass man es trotzdem durchgezogen hat und versucht hat das Beste aus der Situation zu machen, sind auch diese schwierigeren Phasen wertvoll für einen selbst.

Was kannst du einem zukünftigen Azubi mit auf den Weg geben?
Empathie, Eigeninitiative und Neugierde sind in meinen Augen ganz wichtig, wenn man beim Roten Kreuz arbeiten möchte. Man erlernt einen sozialen Beruf in einer Hilfsorganisation, bei der es darum geht Hilfsbedürftigen zur Seite zu stehen und zu unterstützen. Dabei sind die Aufgabengebiete sehr breit gefächert. Deswegen ist es wichtig, dass man sich bereit zeigt, Neues kennenzulernen und auch, von sich aus Probleme zu erkennen und an einer Lösung mitzuarbeiten. Dazu hat man generell eine hohe Eigenverantwortung, auch als Azubi.